Welpenaufzucht

Mein Zuchtziel ist es, wesensstarke und gesunde Australian Shepherd Welpen aufzuziehen, die ihren Familien lebenslang treue Begleiter sind.

 

Der erste Wurf meiner Peggy Sue hat meine Erwartungen voll erfüllt und ich bin stolz darauf, wie super sich die sechs Welpen entwickelt haben. Jeder von ihnen ist einzigartig im Wesen. Der Bedarf nach Kuscheleinheiten ist unterschiedlich, Momo und Robbie sind meine Kuschelmonster. Bella ist sehr selbständig und unternehmungslustig. Lara und Josie sind ruhig und verträumt. Und mein Felix schaut mich mit großen Augen an und neigt seinen Kopf, wenn ich mit ihm spreche.

Der Welpenraum, in dem die Kleinen die ersten Wochen ihres Lebens verbringen, ist sehr zentral gelegen und kann gleichzeitig sehr ruhig gehalten werden. Er ist durch eine große Wand aus Glas von der Diele abgetrennt. Ein Vorhang sorgt bei Bedarf dafür, dass die Welpen ungestört sind. Gleichzeitig ermöglicht es den anderen Hunden meines Rudels ab und zu mal einen neugierigen Blick auf die Kleinen zu werfen. So haben meine Großen von Anfang an den Lebensweg des Nachwuchses begleitet. 

Mein Büro zweigt vom Welpenzimmer ab und die ersten Monate habe ich dort mein "Lager" aufgeschlagen, so dass die Welpen und die Hundemama Tag und Nacht ihre Betreuung hatten.

Ein spezielles Welpengitter sorgte die ersten dafür, dass die Kleinen direkten Kontakt zu mir hatten, aber gleichzeitig in ihrem sicheren Bereich waren. Dass Aussie Welpen wirklich sehr clevere kleine Wesen sind, habe ich erfahren, als sie im Alter von etwa 6 Wochen eines Morgens nach dem Motto "zusammen sind wir stark" das Welpengitter stürmten und alle zu mir ins Bett hüpften. 

Idealerweise hat der Welpenraum einen Ausgang in den Garten und die Welpen konnten im Alter von drei Wochen schon ihre ersten Erfahrungen in einem geschützten Teil des Gartens machen. 

Nachdem sich Ende der 2. Woche bei allen die Augen geöffnet haben, kommt als erste meine Amber in das Welpenzimmer. Sie wird von Peggy akzeptiert und kümmert sich von da an rührend um die Kleinen, hilft Peggy beim Putzen der Welpen und kuschelt mit der Schar in der Wurfkiste. Peggy geniest dann die Auszeit im Büroraum.

Papa Dustin hat seine Kinder bisher nur durchs Glas gesehen, doch als sie drei Wochen alt sind, macht er seinen ersten vorsichtigen Besuch bei den Kleinen. Ein schönes Erlebnis war, dass die kleine Bella auf ihn zugelaufen kam und er  sie ganz behutsam beschnuppert hat. Nach einem kurzen Blick auf die anderen Welpen verabschiedet er sich. Später wurden die Besuche dann länger. 

25 Tage ist die Schar jetzt jung ... und als erste "erklimmt" Josie die Welpentreppe. Am nächsten Tagen folgen ihr dann die anderen. Auch das Schaukelbrett ist jetzt interessant und es wird zu zweit geschaukelt.

Jetzt werden die ersten "Ausflüge" unter Aufsicht im ganzen Haus unternommen. Zuerst ganz vorsichtig, immer wieder Rückzug in den Welpenraum, später wird nach und nach alles erkundet. Sehr interessant ist die Küche, besonders wenn die Ziehmami das Essen zubereitet. Da könnte man meinen, dass die kleinen Racker am Verhungern sind.  

4 Wochen alt - sie haben jetzt ihr Welpengehege im Garten mit ihren Spielgeräten, die rege genutzt werden. Auch die Großen werden interessiert beobachtet, wenn sie ihre Runden durch den Garten springen und ab und zu mal am Gehege eine Rast einlegen.

Jetzt kommen die ersten Besucher, die neugierig beäugt werden. Robbie ist der erste, der auf die fremden Menschen zuspringt. Besonders begeistert sind sie alle, wenn Kinder unter den Besuchern sind.

Fast 6 Wochen alt - und es geht auf große Reise zum Tierarzt nach Harrislee (40 Minuten Autofahrt). Sie werden untersucht, Chips werden implantiert und alle bekommen ihre Pässe. Die Tierärztin ist begeistert von der kleinen Schar und bestätigt einen exzellenten Gesundheitszustand der Welpen. Sie sind alle sehr interessiert an der neuen Umgebung.

Eine Woche später geht es dann auf "Weltreise" zum Augentierarzt nach Rendsburg (70 Minuten Autofahrt). Alle sechs halten wunderbar still und lassen die Augenuntersuchung ohne Murren über sich ergehen. Alles bestens mit den Augen.

In der folgenden Woche geht es dann wieder nach Harrislee. Die Welpen haben sich in der Zwischenzeit an die längeren Autofahrten gewöhnt. Dieses Mal wird untersucht und geimpft. Alle haben sich gut entwickelt und sind bestens sozialisiert, die Tierärztin ist sehr zufrieden.

 

9 Wochen alt - jetzt beginnt die Zeit des Abschiednehmens.

Für die Welpen beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt in ihren Familien. Ich wünsche mir, dass meine Welpenschar, die mir in den vergangenen Wochen und Monaten sehr ans Herz gewachsen ist, mit ihren Familien ein gesundes, aussieglückliches und hoffentlich langes Leben vor sich hat.